Schwangerschaft

Hautpflege in der Schwangerschaft: Natürliche und sichere Produkte

Hautpflege in der Schwangerschaft: Dehnungsstreifen, trockene Haut, Pigmentflecken und Akne. Was hilft, welche Inhaltsstoffe du meiden solltest und.

Von Redaktion Elternbaby Aktualisiert am 11.11.2024
Hautpflege in der Schwangerschaft: Natürliche und sichere Produkte

Hormone, Wachstum und Durchblutung verändern deine Haut in der Schwangerschaft. Manche Frauen strahlen, andere kämpfen mit Trockenheit, Pickeln oder Pigmentflecken. Hier erfährst du, was hilft, welche Inhaltsstoffe du meiden solltest und wann du ärztlichen Rat brauchst.

Typische Hautveränderungen

VeränderungUrsacheWas hilft?
Trockene, juckende HautHautdehnung, HormoneRückfettende Pflege ohne Duftstoffe, lauwarm duschen
DehnungsstreifenGenetische Veranlagung, schnelle DehnungPflege lindert Juckreiz, verhindern lassen sie sich nicht sicher
Pigmentflecken (Schwangerschaftsmaske)Hormone, UV-LichtKonsequenter Sonnenschutz
Unreine Haut, AkneHormonumstellungMilde Reinigung, keine aggressiven Wirkstoffe
Besenreiser, KrampfadernHormone, mehr Blut, Druck auf die VenenBeine hochlegen, Bewegung, Kompressionsstrümpfe nach Rücksprache

Dehnungsstreifen: Was ist dran?

Ob du Dehnungsstreifen bekommst, hängt vor allem von der Veranlagung ab. Es gibt keine belastbaren Belege, dass Cremes oder Öle sie sicher verhindern. Eine gute Pflege kann aber Juckreiz und Spannungsgefühl lindern und fühlt sich einfach angenehm an. Massiere Bauch, Brust und Oberschenkel sanft mit einer rückfettenden Lotion.

Sonnenschutz: Das Wichtigste gegen Flecken

Pigmentflecken im Gesicht (Schwangerschaftsmaske, Melasma) werden durch Sonne verstärkt. Verwende täglich einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30, besser 50), trage einen Hut und meide die Mittagssonne. Die Flecken verblassen nach der Geburt häufig von selbst.

Sichere Pflegeroutine

  • Reinigen: milde, parfümfreie Produkte, nicht zu heiß duschen.
  • Eincremen: nach dem Duschen eine feuchtigkeitsspendende Lotion oder Creme.
  • Gesicht: leichte Feuchtigkeitspflege mit Sonnenschutz am Morgen.
  • Lippen und Hände: bei Trockenheit eine reichhaltige Pflege.
  • Brust: sanfte Pflege, keine aggressiven Reinigungsmittel auf den Brustwarzen. Hinweise zum Stillen findest du in Stillvorbereitung.

Inhaltsstoffe, bei denen du vorsichtig sein solltest

  • Retinol und Retinoide (Vitamin-A-Säure): Sie sind in der Schwangerschaft ungeeignet. Das gilt auch für Anti-Aging- und Aknepräparate mit diesen Wirkstoffen.
  • Hochdosierte Salicylsäure und aggressive Peelings: Besser meiden, bei Akne sprich mit deiner Praxis über geeignete Alternativen.
  • Ätherische Öle: Einige gelten als ungeeignet. Frage vor der Anwendung deine Hebamme oder Apotheke.
  • Verschreibungspflichtige Aknemittel (z. B. Isotretinoin): Sie dürfen in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
  • Stark parfümierte Produkte: Sie reizen empfindliche Haut und können Allergien auslösen.

Im Zweifel hilft ein Blick auf die Inhaltsliste und eine Frage in der Apotheke. Auch "natürlich" bedeutet nicht automatisch geeignet.

Wann zum Arzt?

Suche ärztlichen Rat, wenn:

  • starker Juckreiz auftritt, vor allem an Handflächen und Fußsohlen und besonders nachts: Das kann ein Zeichen einer Schwangerschaftscholestase sein und sollte zeitnah abgeklärt werden,
  • sich ein Ausschlag mit Bläschen oder Quaddeln ausbreitet,
  • Muttermale sich verändern,
  • die Haut stark entzündet ist oder du Medikamente zur Behandlung brauchst.

Häufige Fragen

Kann ich in der Schwangerschaft meine Haare färben?

Dazu gibt es keine eindeutigen Belege für Schäden. Viele Fachleute raten aber, im ersten Drittel darauf zu verzichten und später gut gelüftet und mit milden Produkten zu arbeiten. Frag deine Praxis oder Friseurin nach geeigneten Mitteln.

Darf ich ins Solarium?

Davon wird abgeraten. UV-Strahlung verstärkt Pigmentflecken und belastet die Haut.

Verschwinden Dehnungsstreifen wieder?

Sie verblassen nach der Geburt meist deutlich und werden heller, verschwinden aber oft nicht ganz.

Helfen Hausmittel bei Juckreiz?

Kühlende, rückfettende Pflege und lauwarme Duschen helfen vielen. Bei starkem oder anhaltendem Juckreiz lass die Ursache ärztlich abklären.

Quellen und weiterführende Informationen

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden oder Unsicherheit wende dich an deine Frauenärztin, deinen Frauenarzt oder deine Hebamme.

Redaktioneller Hinweis

Dieser Artikel wurde von der ElternBaby-Redaktion erstellt und zuletzt am 11.11.2024 aktualisiert.

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